Geburtsvorbereitung

„Essen für zwei?“ – Jain. Auf welche Vitamine kommt es jetzt wirklich an und wie finde ich heraus welche die passenden Präparate für mich sind.

Elena Burger: Produktmanagerin Ka-la organics
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„Essen für zwei?“ – Jain. Auf welche Vitamine kommt es jetzt wirklich an und wie finde ich heraus welche die passenden Präparate für mich sind. „Essen für zwei?“ – Jain. Auf welche Vitamine kommt es jetzt wirklich an und wie finde ich heraus welche die passenden Präparate für mich sind.

Zwei Striche, Herzklopfen. Und eine Minute später: „Was nehme ich jetzt?“ „Und wie war das mit dem Neuralrohr?“

Plötzlich ist da diese kleine Linie, die alles verändert. Und mit ihr kommen tausend Fragen: Was braucht mein Körper jetzt? Welche Vitamine und Mineralstoffe sind essenziell? Wie viel Folat sollte ich nehmen? Brauche ich zusätzlich Eisen, Vitamin D oder Jod? Und worauf sollte ich bei der Wahl eines Nahrungsergänzungsmittels achten?

Schwangere Frau sitzt entspannt im Sessel, schließt die Augen und genießt eine Tasse Tee zur Reduzierung von Stress in der Schwangerschaft.

Die Schwangerschaft ist nicht nur emotional, sondern auch körperlich eine ganz besondere Zeit. Dein Körper leistet jetzt jeden Tag Unglaubliches: Er baut neues Leben auf und versorgt dein Baby von der ersten Zelle an. Damit steigt auch der Bedarf an bestimmten Nährstoffen.

In diesem Guide schauen wir uns deshalb die wichtigsten Vitamine und Mineralstoffe in der Schwangerschaft genauer an – von Folat und Eisen über Vitamin D und Jod bis hin zu Omega-3 und B-Vitaminen. Wir erklären welcher Bedarf wirklich steigt. Und in welchem Maß, sodass du ganz gezielt und individuell die für dich und dein Baby beste Lösung aus Ernährung und Nahrungsergänzung finden kannst.

Als „quick fact check“ starten wir erst einmal mit einer Übersicht, wo du siehst, welcher Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen jeweils wirklich steigt:

Nährstoff Bedarf Frau ohne Schwangerschaft = 100 % Bedarf Schwangerschaft Schwangerschaft in % des normalen Bedarfs
Vitamin A 700 μg/Tag 800 μg/Tag 114 %
Vitamin D* 20 μg/Tag 20 μg/Tag 100 %
Vitamin E 8 mg/Tag 8 mg/Tag 100 %
Vitamin K 60 μg/Tag 60 μg/Tag 100 %
Vitamin B1 (Thiamin) 1,0 mg/Tag 1,2 mg/Tag² 120 %
Vitamin B2 (Riboflavin) 1,1 mg/Tag 1,3 mg/Tag² 118 %
Niacin (B3) 12 mg/Tag 14 mg/Tag² 117 %
Vitamin B6 1,4 mg/Tag 1,8 mg/Tag³ 129 %
Folat (B9) 300 μg/Tag 550 μg/Tag 183 %
Vitamin B12 4,0 μg/Tag 4,5 μg/Tag 113 %
Vitamin C 95 mg/Tag 105 mg/Tag² 111 %
Biotin (B7) 40 μg/Tag 40 μg/Tag 100 %
Pantothensäure (B5) 5 mg/Tag 5 mg/Tag 100 %
Calcium 1.000 mg/Tag 1.000 mg/Tag 100 %
Magnesium 300 mg/Tag 300 mg/Tag 100 %
Phosphor 550 mg/Tag 550 mg/Tag 100 %
Kalium 4.000 mg/Tag 4.000 mg/Tag 100 %
Eisen 16 mg/Tag¹ 27 mg/Tag 169 %
Jod 150 μg/Tag 220 μg/Tag 147 %
Zink ca. 7–10 mg/Tag² ca. 10–11 mg/Tag² abhängig von der Phytatzufuhr
Selen 60 μg/Tag 60 μg/Tag 100 %
Kupfer 1,0–1,5 mg/Tag 1,0–1,5 mg/Tag 100 %
Mangan 2,0–5,0 mg/Tag 2,0–5,0 mg/Tag 100 %
Chrom 30–100 μg/Tag 30–100 μg/Tag 100 %
Molybdän 50–100 μg/Tag 50–100 μg/Tag 100 %

 

Es fällt direkt auf, dass von 25 Vitaminen und Mineralstoffen bei gerade mal zehn ein wirklich erhöhter Bedarf da ist - mit oft nur 10-20% mehr. Ähnlich verhält es sich während der Stillzeit. Dementsprechend ist eine gezielte Deckung des erhöhten Bedarfs bestimmter Vitamine und Mineralstoffe, z.B. in Form von Kapseln oder Tabletten zusätzlich zur Ernährung sinnvoll – da wo der Bedarf deutlich steigt.

Denn viele wissen nicht: Einige Mineralstoffe und Vitamine „konkurrieren“ im Körper bei der Aufnahme. Ein zu viel an Zink bspw. kann die Nährstoffaufnahme wichtiger anderer Stoffe hemmen. Deshalb ist auch der unterschiedliche Zeitpunkt bestimmter Mineralstoffe und Vitamine oft sehr entscheidend dafür, was im Körper schlussendlich wirklich ankommt. Das betrifft auch Eisen.

Es gilt also nicht „Je mehr Inhaltsstoffe und je höher dosiert, desto besser.

Vitamine und Mineralstoffe wirken sich auf deinen ganzen Körper aus. Insbesondere bei Jod sollte nicht „auf gut Glück“ dosiert werden. Jod wird für die Bildung der Schilddrüsenhormone benötigt. Da es aber Frauen gibt, die möglicherweise ein Thema mit der Schilddrüse haben, ohne es zu wissen, ist es sinnvoll gleich zu Beginn der Schwangerschaft die Blutwerte prüfen zu lassen. Bei Eisen ist es wichtig, dass der Ferritin-Wert angeschaut. Das ist das Speicher-Eisen und ist deutlich aussagekräftiger als der HB-Wert.

Achtung: Bei einer Erkältung kann der Ferritin-Wert „verfälscht sein“. Arztpraxen sind oft überlastet, sodass diese Dinge auch mal übersehen werden. Am besten selbst im Auge haben, ob im Körper aktuell eine Entzündung vorliegt. Dann besser eine Woche warten mit der Blutprobe.

Eat the Rainbow: Natürlich kommt es auch auf die individuelle Ernährung an. Eine ausgewogene, bunte Ernährung mit viel frischem Gemüse, Obst sowie Proteinen aus Hülsenfrüchten oder Ei, Fisch und Fleisch sind absolut empfohlen. Wenn wir uns also gut ernähren, ist eine gezielte Supplementierung individuell ausgewählter Vitamine und Mineralstoffe am sinnvollsten.

Bunte Auswahl an gesunden Lebensmitteln wie frischer Spinat, Avocado, Beeren, Zitrusfrüchte und Nüsse für eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft.

Aber was heißt individuell?

Diese Fragen solltest du dir stellen:

  1. Wie sieht mein aktueller Eisen-Speicher aus? (Ferritin-Wert)

  2. Wie sieht mein Vitamin D-Spiegel (ebenfalls Speicher) aus?

  3. Wie ernähre ich mich aktuell?

  4. Bin ich relativ entspannt oder bin ich vielleicht weiterhin in einem Job, der sehr viel von mir abverlangt?

1. Eisen

Ein Ferritin-Wert unter 30 μg/l zeigt einen beginnenden Eisen-Mangel an, der meist behandelt werden muss. Aktuellen Studien zur Folge hängt ein guter Eisen-Speicher mit einem positiven Verlauf von Schwangerschaft und Geburt zusammen. Werte zwischen 50 und 80 μg/l gelten als optimal. Der Bedarf steigt in der Schwangerschaft deutlich, sodass die Plazenta das Baby gut versorgen kann. Was viele nicht wissen: Das Baby baut bereits im Bauch schon einen eigenen Eisen-Speicher auf und es kann sich quasi „nur das nehmen, was da ist“.

2. Vitamin D

Gemäß aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien und Studien wird ein Mindestwert des 25-Hydroxyvitamin-D im Blut bei Schwangeren und Stillenden diskutiert, um eine ausreichende Versorgung sicherzustellen. Viele Fachgesellschaften und Experten stufen Werte ab einer bestimmten Schwelle als den angestrebten Zielbereich ein, um die Knochenentwicklung und das Immunsystem des Kindes zu unterstützen. Die aktuelle Studienlage stuft eine Dosierung bis 2.000 I.E. täglich als sicher ein.

3. Ernährung

Eine Hand hält eine pflanzliche Kapsel zur Nahrungsergänzung über ein Glas Wasser auf einem Holztiisch.

Sollte ich mich aus verschiedenen Gründen (Schwangerschaftsübelkeit, Lebensmittelunverträglichkeiten, Abneigungen gegenüber Fisch und Ei oder eine vegane oder vegetarische Ernährung) weniger ausgewogen ernähren, sollte man auf ein Multipräparat setzen, wo eine ganze Bandbreite an Vitaminen und Mineralstoffen inklusive Omega 3 (hier auf den höheren DHA-Anteil achten) abgedeckt ist – sodass auch die Nährstoffe abgedeckt sind, deren Bedarf in der Schwangerschaft nicht erhöht sind.

Sollte die Ernährung gut und ausgewogen sein, kann es sinnvoller sein nur dort gezielt zu ergänzen, wo der erhöhte Mehrbedarf über die Ernährung trotzdem oft nicht gedeckt werden kann. Dazu gehören in den meisten Fällen Folat, Eisen, Vitamin D3 sowie lifestyle-bedingt oft auch die B-Vitamine

4. Mentale Umstände während der Schwangerschaft

Wenn mein Körper während der Schwangerschaft oft gestresst ist (Job, weitere Kinder, auch zwischenmenschliche Beziehungen, Sorgen und Ängste), so ist der Bedarf an B-Vitaminen erhöht. Viele wissen nicht: Stress ist ein „Vitamin-B-Räuber“. Insbesondere Vitamin B6 ist wichtig für die Hormonregulation und spielt auch in der Schwangerschaft eine wichtige Rolle.

Wie war das mit dem Neuralrohr? Und ist Folsäure und Folat das gleiche?

Die Einnahme von Folat mind. 4 Wochen vor der Schwangerschaft und im 1. Trimester ist essentiell zur Vorbeugung von Neuralrohrdefekten – Fehlbildungen von Gehirn und Rückenmark, beispielsweise Spina bifida („offener Rücken“). Außerdem unterstützt Folat während der gesamten Schwangerschaft:

  • die normale Entwicklung des Nervensystems des Babys

  • die Bildung roter Blutkörperchen

  • das Wachstum der Plazenta und des mütterlichen Gewebes

Unterschied Folsäure & Folat:

Beides ist Vitamin B9. Während Folat die natürliche Form ist, die in Lebensmitteln wie grünem Gemüse (insbesondere Spinat, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten) vorkommt, ist Folsäure die künstlich hergestellte Form, die in den meisten Nahrungsergänzungsmitteln bzw. Multivitaminpräparaten eingesetzt wird.

Wichtiger Unterschied bei der Verwertung bzw. für eine gute Aufnahme im Körper: Folsäure muss im Körper erst in die aktive Folatform umgewandelt werden. Manche Frauen besitzen einen genetischen Enzymdefekt (MTHFR), durch den sie die synthetische Folsäure nur schlecht umwandeln können. Das betrifft etwa 40% aller Frauen. Ob man davon betroffen ist, kann mit einem speziellen Test beim Arzt festgestellt werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit auf ein Präparat zu setzen, das bereits die aktive Form enthält. Biotech-Unternehmen haben in den letzten Jahren bspw. das L-Methylfolat oder Metafolin entwickelt. Wer auf Natürlichkeit setzen will, kann ein Folat aus Spinatblattextrakt wählen – das Folat aus Spinat enthält das aktive 5-MTHF von Natur aus, welches dem Körper direkt zur Verfügung steht und nicht umgewandelt werden muss. Pflanzliche Extrakte wie der Spinatblattextrakt bieten nicht nur die Eigenschaft, dass sie zu 100% natürlich sind. Extrakte (im Vergleich zu pflanzlichen Pulvern) haben einen immer gleichen Mindestgehalt an standardisierten aktiven Stoffen, wie Vitamine und Mineralstoffe, die aus der Pflanze hochkonzentriert gewonnen werden. Und in einigen Fällen können sie vom Körper besser „gelesen“ werden als synthetisch hergestellte Vitamine und Mineralstoffe.

💡 Good to know: Auch Eisen aus natürlichen Quellen wird oft unterschätzt.

Selbstregulierende Aufnahme im Darm:

Bei vollen Eisenspeichern drosselt der Darm die Aufnahme von pflanzlichem Eisen fast vollständig, um eine Überladung zu verhindern. Bei einem Eisenmangel fährt der Körper die Verwertung von pflanzlichem Eisen automatisch hoch. Hochdosiertes tierisches oder synthetisches Eisen überwindet diese Schutzbarriere des Darms oft leichter, was eher zu Gewebebelastungen führen kann. Und darüber hinaus: Pflanzliche Eisenquellen (wie Curryblatt-Extrakt) oder eisenreiche Lebensmittel (rote Beete) enthalten von Natur aus sekundäre Pflanzenstoffe, Antioxidantien und Vitamine. Diese Begleitstoffe können entzündungshemmende Eigenschaften haben.

Ganzheitlich statt „Quick Fix“: Die Philosophie von Ka lā organics

Bei Ka lā organics stehen wir für Tiefgang statt oberflächlicher Versprechen. Der menschliche Körper ist ein komplexes System, bei dem Dosierungen und Zutaten genau hinterfragt werden müssen – denn synthetische Zusatzstoffe, Überdosierungen oder EDC-belastete Plastikverpackungen können den Organismus zusätzlich belasten. Unsere Mission ist es, Gesundheit konsequent neu zu denken: Mit durchdachten, ganzheitlich formulierten Nahrungsergänzungsmitteln in 100 % kompromissloser Bio-Qualität. Für eine natürliche und effektive Unterstützung – vom Kinderwunsch über die Schwangerschaft bis in den Alltag.

Elena Burger Produktmanagerin Working Mum bei Ka-la organics

Elena Burger - Produktmanagerin Ka lā organics

Bildnachweis: Die auf dieser Website verwendeten Bilder wurden teilweise oder vollständig mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) generiert.


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