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Gut vorbereitet auf das Leben mit dem Baby

Die Nachricht über eine Schwangerschaft ist meist mit sehr vielen positiven Aspekten verknüpft und lädt zur Freude ein.

Gesprächsthemen rund um die Schwangerschaft und Geburt gibt es dann reichlich, auch häufig Informationen, die nicht immer zielführend sind.

Neben Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft wird meist ein Geburtsvorbereitungskurs genutzt. Hier erfährst Du von der Hebamme, welche

Utensilien in die Kliniktasche gehören, wie Du Dich gut auf die Geburt vorbereiten kannst und erhältst Informationen für die Wochenbettzeit.

Bereite Dich mit der Damm-Massage auf die Geburt vor, um Geburtsverletzungen vorzubeugen und ein optimales Körpergefühl zu entwickeln.

Vorbereitung auf die Stillzeit

Informiere Dich am besten jetzt, wie ein kleines Neugeborenes stillt und welche Stillhaltungen es gibt!

Nimm Dir Deinen alten Kuschelteddy oder eine Puppe und übe es praktisch, denn diese Abläufe benötigen eine Art Training.

Die meisten von uns haben sehr selten Kontakt zu neugeborenen Babys und haben

kaum die Gelegenheit, eine Mutter mit ihrem Neugeborenen beim Stillen zu beobachten.


Nach der 36. Schwangerschaftswoche kannst Du auch die Milchgewinnung von Hand versuchen. So seid Ihr bestens vorbereitet für die ersten Tage mit Eurem Baby.

Es gibt zahlreiche Utensilien zum Stillen, wie auch verschiedene Modelle von Stillkissen.

Das muss nicht zwingend angeschafft werden, denn gerollte Decken und Kissen erfüllen hier oft ihren Zweck in den ersten Wochen.

Häufig sind die Stilkissen dann doch zu dünn oder verrutschen und erschweren das Anlegen des Babys.


Eine Ausnahme gibt es und das sind Zwillinge.

Hier ist es sehr sinnvoll ein Stillkissen speziell für Zwillinge anzuschaffen.

Am besten eines, welches sich am Körper der Mutter befestigen lässt und Platz für zwei Babys bietet. So hat die Mama die Hände frei und das Stillen von Zwillingen wird optimal unterstützt.

Ein gut sitzender Still-BH sollte schon vor der Geburt, am besten ab der 36. Schwangerschaftswoche ausgewählt werden.

Achte bitte darauf, dass Du ein Körbchen größer wählst, um auch einer Stilleinlage in den ersten Wochen Platz zu schaffen.

Der Still- BH sollte keine Bügel haben, um Einengungen des Brustgewebes zu vermeiden und am besten sind atmungsaktive Materialien geeignet.

Nehmt möglichst 3-4 Still-BHs, um nicht ständig waschen zu müssen.


Stilleinlagen sind ein guter Schutz vor auslaufender Muttermilch in den ersten Wochen.

Hier gibt es folgende verschiedene Varianten, Einweg- und Mehrwegstilleinlagen.

Ich persönlich empfehle für die ersten Wochen das Einwegsystem, da in dieser Zeit das Kuscheln mit Deinem Baby und das Stillen-Lernen im Vordergrund stehen.

Da bleibt kaum Zeit für regelmäßiges Waschen der Mehrwegstilleinlagen.

Du wirst feststellen, dass Du anfangs einen recht hohen Verbrauch hast und wichtig ist, dass die Brustwarze sich nicht zu lange Zeit in einem feuchten Milieu befindet und aufweicht.

Die Einwegstilleinlage kann zudem mit Klebepunkten im Still-BH befestigt werden und so auch nicht verrutschen.

Sehr gute Stilleinlagen bieten zusätzlich einen Seitenauslaufschutz, um in jeder Position vor auslaufender Muttermilch geschützt zu sein.

Solltest Du eine Einladung zu einer Familienfeier haben, mal ein dünnes Sommerkleid tragen wollen, zum Schwimmen gehen,

nach der Wochenbettzeit Sport treiben wollen, gibt es auch ein Still-Pad aus atmungsaktivem Silikon, welches kaum sichtbar ist

und den Fluss der Muttermilch bis zu 4 Stunden stoppt.

Achte bitte bei der Verwendung darauf, dass Deine Brustwarzen gesund sind und Du keine besonderen Formen aufweist, wie Hohl-oder Schlupfwarzen, da hier das Prinzip nicht funktioniert.

Brustwarzenpflege

Pflegemittel für die Brustwarzen gibt es reichlich auf dem Markt, aber nicht alles sollte unbedingt über die Brust in den Mund eines Babys gelangen.

So empfehlen Stillberaterinnen die Muttermilchpflege für die Brustwarzen nach dem Stillen.

Einfach einen kleinen Tropfen auf der Brustwarze verteilen, trocknen lassen und der Bereich ist wunderbar geschützt und gepflegt.

Solltet Ihr das Bedürfnis nach etwas mehr Pflege und Schutz für die Brustwarze haben, dann ist Lanolin ein gutes Mittel der Wahl.

Hier ist aufgrund der Ergiebigkeit eine kleine Packungsgröße ausreichend.

Das Lanolin kann auch nach der Stillzeit für trockene Hautstellen und Lippen weiterverwendet werden.

Hast Du Dir schon Gedanken zum Schlafplatz Eures kleinen Familienmitglieds gemacht?

Wenn Du bedenkst, dass Dein Baby bisher nur die Umgebung Deiner Gebärmutter kennt, die Geräusche des mütterlichen Herzschlags, Deinen Geruch, dann wird schnell deutlich, was ein Baby dann nach der Geburt beruhigen kann und Geborgenheit vermittelt.

Also ist hier ein Beistellbettchen, welches für die stillende Mama gut erreichbar ist, ein Segen! Solltest Du über ein sehr großes Bett verfügen, Euer Baby vor dem Herausfallen sichern können (an die Wand

schieben o.ä.), dann sind die Nächte für alle Beteiligten häufig ruhiger.

Wenn weitere Geschwisterkinder da sind, die auch gern im elterlichen Bett schlafen, kann ein großes Matratzenlager für die gesamte Familie die beste Lösung sein.

Wichtig für Dein Baby ist, dass es niemals zwischen Dir und anderen Personen schlafen sollte, da nur Du, die stillende Mama,

aufgrund Deiner Hormonlage auch im Schlaf aufmerksam genug bist, Dein Kind nicht zu erdrücken!

Ein neugeborenes Baby, sowie auch bis über das erste Lebensjahr hinaus, benötigt sehr viel Nähe, um sich zu beruhigen, sich zu trösten und einschlafen zu können.

In besonderen Entwicklungs- und Wachstumsphasen kann sich auch mal mehr Unruhe zeigen, in denen Dein Baby mehr nach Nähe verlangt.

Aus diesem Grund empfehle ich allen werdenden Eltern ein gutes Tragetuch oder eine Tragehilfe anzuschaffen, die den neuen Alltag mit einem Baby deutlich erleichtert.

Lasst Dich dazu von Deiner Hebamme, Stillberaterin oder einer Trageberaterin informieren und probiere aus, was zu Euch passen könnte!

Auch Elternschulen und ähnliche Einrichtungen bieten Kurse zum Tragen von Babys an.

Was braucht Ihr nicht sofort anzuschaffen?

Da wir in einer sehr gut vernetzten Welt leben und bestimmte Anschaffungen nur in besonderen Situationen sinnvoll sind, möchte ich Euch hier auch gern dazu einen Überblick geben.

1. Flasche mit Sauger: Ist bei Stillwunsch in den ersten 6 Wochen nicht zu empfehlen, da Euer Baby hier ein falsches Saugverhalten erlernt. Sollte Dein Baby noch nicht an Deiner Brust stillen können,

gibt es stillfreundliche Alternativen, wie z.B. Löffel, Becher, Zufütterung an Deiner Brust.


2. Künstliche Säuglingsnahrung: Kann, wenn es medizinisch notwendig sein sollte, jederzeit in einem Drogeriemarkt oder einer Apotheke gekauft und auch online bestellt werden.


3. Eine Handmilchpumpe oder mobile elektrische Milchpumpe macht nur Sinn, wenn Ihr sehr früh aus verschiedenen Gründen von Eurem Baby regelmäßig für mehrere Stunden getrennt seid oder das Stillen an der Brust aus verschiedenen Gründen nicht ausreichend für Deine Muttermilch-Bildung ist.


4. Beruhigungssauger: Kann ebenfalls einen negativen Einfluss auf das Saugverhalten eines Babys in den ersten 6 Wochen haben, wunde Brustwarzen verursachen und zusätzlich für eine mangelnde Milchproduktion stehen, da Euer Baby dann seltener an der Brust stillt.

Was ein Baby wirklich braucht: viel Liebe, verlässliche Zuwendung und eine gesunde, natürliche Ernährung über die Muttermilch.
Solltet Ihr weitere Fragen haben, kontaktiert Eure Hebamme oder Stillberaterin.

Ich wünsche Euch einen guten Start in das neue Leben mit Eurem Baby,
Eure Nancy